SCL¶
Siehe auch
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Bemerkung
Software Collections sind Legacy. Sie waren auf RHEL 6 und 7 der Mechanismus, um mehrere
Versionen einer Software parallel zu betreiben. Ab RHEL 8 übernahmen das die Application
Streams (Module), ab RHEL 9 und 10 versionierte Pakete (siehe yum und dnf).
Auf RHEL 8 und neuer gibt es kein scl/RHSCL mehr. Dieser Artikel ist eine historische
Referenz für Bestandssysteme auf RHEL 7.
SCL steht für „Software Collections“. Der Mechanismus erlaubt es, mehrere Versionen einer Software auf einem System zu installieren und zu verwenden, ohne die systemweit installierten Pakete zu tangieren. Jede Version ist eine „Collection“, per Namens-Präfix zu einer Gruppe von RPM-Paketen zusammengefasst und unter /opt/rh installiert. Über scl enable <collection> bash wird eine Shell mit der gewünschten Version gestartet.
Es gab zwei Quellen: die Red Hat Software Collections (RHSCL) auf registriertem RHEL und die vom CentOS-Projekt gepflegte SCL-Variante (Paket centos-release-scl).
Hintergrund: RHEL friert pro Major-Release die Versionen von Sprachlaufzeiten und Datenbanken ein. SCL war die erste Antwort auf den Wunsch nach neueren oder parallelen Versionen, ohne den stabilen Systemstand zu ersetzen. Genau diese Aufgabe übernahmen ab RHEL 8 die Application Streams.
Installation und Konfiguration (RHEL 7)¶
# RHEL 7 compatible (CentOS 7 SCL SIG)
yum --assumeyes install centos-release-scl
# RHEL 7 (registriert, RHSCL)
yum-config-manager --enable rhel-server-rhscl-7-rpms
Verwendung (RHEL 7)¶
Beispiel anhand von Python:
yum install rh-python36
# start a bash instance with the rh-python36 collection enabled
scl enable rh-python36 bash
python --version
exit