RAID

Siehe auch

Früher stand die Abkürzung für Redundant Array of Inexpensive Disks, heute eher für Redundant Array of Independent Disks.

Ein Intel Matrix Storage Manager bildet ein „Fake RAID“. RHEL erkennt dies beim Setup und erstellt, falls ein RAID konfiguriert wird, mit Hilfe von Anaconda ein Software-RAID auf Basis von mdadm.

Generell sollten in einem Hardware-RAID nur gleich grosse Festplatten verwendet werden, da sonst die kleinste Festplatte im Verbund die n-fache Gesamtkapazität vorgibt (Beispiel RAID 0: 1x 3 TB + 1x 8 TB = 6 TB Gesamtkapazität).

RAID 0 - Stripe Set

Das Stripe Set dient der Geschwindigkeitssteigerung, da sowohl paralleles Lesen als auch Schreiben möglich ist. RAID 0 bietet einen Geschwindigkeitsvorteil bei sequentiellen Datentransfers, auf HDDs steigt die Zugriffszeit bei vielen kleinen, zufällig verteilten Dateien jedoch stark an. Nutzdaten werden in 64 oder 128 KB Stripes im Wechsel über die Platten verteilt.

  • benötigt mind. 2 Festplatten

  • Kapazität: Summe der Grössen aller Festplatten im Verbund

  • Ausfalltoleranz: Keine. Ausfall einer Platte führt zu komplettem Datenverlust

  • Lesegschwindigkeit: n-fach (parallel)

  • Schreibgeschwindigkeit: n-fach (parallel)

RAID 1 - Mirror

Der Mirror bietet eine teure Redundanz, und kommt immer noch häufig bei Systemfestplatten zum Einsatz.

  • benötigt mind. 2 Festplatten; zwei bilden den Mirror, die restlichen sind Spare/Stand-by

  • Kapazität: Grösse der kleinsten Festplatte im Verbund

  • Ausfalltoleranz: eine Festplatte (ohne Spare-Disks)

  • Lesegschwindigkeit: zweifach

  • Schreibgeschwindigkeit: einfach

RAID 5

Das Block-Level Striping mit verteilter Paritätsinformation bietet einen effizienteren Schutz vor Datenverlust durch einen Laufwerksdefekt als RAID 0. Die Paritätsinformationen werden über alle Platten verteilt, un durch XOR auf (n - 1) Datenblöcke gebildet. Die Wiederherstellung eines Datenblocks gelingt wieder per XOR auf (n - 1) Datenblöcke und der Paritätsinformation.

  • benötigt mind. 3 Festplatten

  • Kapazität: (n - 1)x Grösse der kleinsten Festplatte im Verbund

  • Ausfalltoleranz: eine Festplatte (ohne Spare-Disks)

  • Lesegeschwindigkeit: n-fach (parallel)

  • Schreibgeschwindigkeit: schlimmstenfalls unterhalb einer Einzelplatte, da immer auch die Paritätsinformation gebildet und geschrieben werden muss

RAID 6

Wie RAID 5, das Block-Level Striping mit zweifach verteilter Paritätsinformation verträgt aber den Ausfall zweier Laufwerke, da zwei Prüfsummen geschrieben werden.

  • benötigt mind. 4 Festplatten

  • Kapazität: (n - 2)x Grösse der kleinsten Festplatte im Verbund

  • Ausfalltoleranz: zwei Festplatten (ohne Spare-Disks)

  • Lesegeschwindigkeit: n-fach (parallel)

  • Schreibgeschwindigkeit: schlimmstenfalls unterhalb einer Einzelplatte, da immer auch die Paritätsinformation gebildet und geschrieben werden muss

RAID 01

Stripe Set, gespiegelt.

RAID 10

Mirror, ge“striped“.

RAID 50

RAID 5, ge“striped“.

RAID 60

RAID 6, ge“striped“.

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