Kdump

Man unterscheidet

  • core dump: Memory-Image einer Applikation (also der Zustand des Memorys zum Zeitpunkt des Crash)

  • crash dump: Memory-Image des Kernels

Unter RHEL zeichnet der kdump-Dienst Kernel-Crash-Dumps auf. Im Falle eines Crashs und ohne das System neu zu starten bootet der kdump-Dienst per kexec-Systemaufruf einen sekundären Linux-Kernel (den „Capture-Kernel“). Der Capture-Kernel wird ständig in einem reservierten Speicherbereich des primären Kernels vorgehalten, weswegen das Abschalten des kdump-Dienstes insgesamt kdumpctl showmem MB RAM spart (meistens 192 MB; kdump selbst setzt mindestens 1 GB RAM voraus). Nach dem Booten kopiert der Capture-Kernel das Memory-Image des gecrashten Primär-Kernels in eine Crash-Dump-Datei, standardmässig unterhalb von /var/crash.

kdump wird in /etc/kdump.conf konfiguriert.

Troubleshooting

Service „kdump“ failed? Falls kdump nicht benötigt wird, lässt sich das wie folgt beheben:

systemctl stop kdump
systemctl reset-failed kdump

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